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Internationale Verbindungen

Internationale VerbindungenDie regelmäßigen Kontakte zu befreundeten Blasmusikverbänden und die stete Zusammenarbeit mit Organisationen mit gleicher oder ähnlicher Zielrichtung sind Ausdruck unserer Bemühungen, den Verband in ein fest gewobenes Netz kultureller Initiativen einzubinden und so unsere Arbeit auf eine möglichst breite Basis zu stellen.
In diesem Sinne ist der Verband Südtiroler Musikkapellen Mitglied bei den zwei im Folgenden kurz vorgestellten internationalen Blasmusikorganisationen:

“Internationaler Musikbund CISM”
(Präsident Erich Schwab, CH-3232 Ins, Bahnhofmatte 2D – E-mail: )

Die CISM, gegründet 1949, Mitglied der UNESCO ist der freiwillige Zusammenschluss nationaler Musikverbände für Blasmusik, Percussion, Tambour-, Bläser- und Pfeiferkorps (Drum-, Bugle- and Piperbands). Die 21 stimmberechtigten Mitgliedsverbände umfassen derzeit rund 35 000 Musikvereine.

Ziele der CISM:

  • die Musikkultur erhalten, pflegen und fördern
  • Kompositionen und einschlägige Publikationen fördern
  • die gemeinsamen Interessen ihrer Mitgliedsverbände auf internationaler Ebene, in Staat und Gesellschaft wahrnehmen
  • die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Musik fördern
  • internationale Begegnungen und internationalen Jugendaustausch vermitteln und auch selbst durchführen

Die Zusammenarbeit der CISM mit den Mitgliedsverbänden und internationalen Organisationen findet ihren Ausdruck in folgenden Aktivitäten:

  • Kompositionswettbewerbe
  • internationale und nationale Musikfeste
  • Informationsaustausch über Veranstaltungen, z.B. Musikcamps
  • Konzerte mit Modellcharakter
  • Hilfestellung beim Austausch von Orchestern und Ensembles
  • Informationen und Beratung über die musikalische Jugendarbeit in Verbänden und Vereinen
  • Durchführung von Fach-Kongressen für die Mitgliedsverbände
  • Durchführung von Kongressen für Dirigenten und Jugendleiter
  • Organisation von Wettbewerben für Blasorchester sowie für Drum-, Bugle- and Piperbands
  • Erstellung von Katalogen über empfehlenswertes Spielgut
  • Expertenkatalog (Juroren, Referenten, Instruktoren)
  • Verzeichnis europäischer Blasmusikarchive

In der CISM stellt der VSM derzeit mit Gottfried Furgler einen Vize-Präsidenten und mit Gottfried Veit ein Mitglied im Fachbeirat.

Internationale Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik IGEB”
mit Sitz in Graz.(Präsident Dr. Bernhard Habla, A-7432 Oberschützen, Willersdorferstr. 42 – E-mail: doris.schweinzer@mhsg.ac.at)

Die Internationale Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik (IGEB) wurde 1974 im Rahmen des ersten wissenschaftlichen Kongresses zur Erforschung der Blasmusik an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst (heute Kunstuniversität) Graz / Österreich gegründet. Bereits 1966 traf sich in Sindelfingen bei Stuttgart ein kleiner Kreis von Blasmusikforschern, Praktikern und Liebhabern, um die Kommission zur Erforschung des Blasmusikwesens” zu gründen, der dann die IGEB folgte.

Ziel der Gesellschaft ist die Erforschung aller Aspekte des Blasmusikwesens. Mittel dazu sind die Kongresse zum Gedanken- und Wissensaustausch von Wissenschaftlern, Dirigenten, interessierten Musikern und Amateuren. Weiters dient die Publikationsreihe Alta Musica” zur Verbreitung der Forschungsergebnisse aus unterschiedlichsten Themenkreisen des Blasmusikwesens. Derzeit gehören der IGEB über 420 Mitglieder aus über 30 Ländern an.

“ÖsterreichischerBlasmusikverband ÖBV”

Die Gründung des Österreichischen Blasmusikverbandes (ÖBV) erfolgte am 25. und 26. August 1958 in Eisenstadt durch die damals bestehenden acht österreichischen Landesverbänden im Beisein einer Delegation aus Südtirol. Im Vordergrund der gemeinsamen Bemühungen standen damals musikalische und organisatorische Fragen. Zudem schien die finanzielle Situation der Musikkapellen durch erhöhten Steuerdruck gefährdet. Bemühungen der damaligen ÖBV Funktionäre, eine Verbesserung der gegebenen Situation zu erreichen, blieben leider erfolglos.

Auf musikalischer Ebene versuchte man die – im Vergleich zu heute – noch eher spärlich vorliegende Literatur zu sichten. So wurde die erste Selbstwahlliste durch einen eigens dafür eingerichteten Arbeitskreis, dem Leo Ertl (Salzburg), Herbert König (Niederösterreich), Rudolf Zeman (Oberösterreich), Karl Moser (Oberösterreich) und Franz Kinzl (Oberösterreich) angehörten, mit 322 Werken in der Österreichischen Blasmusikzeitung (ÖBZ) 1959 veröffentlicht. Nach Annahme der Statuten des ÖBV durch die Vereinsbehörde konnte schließlich die konstituierende Versammlung beim ersten Delegiertentag am 16. August 1959 in Salzburg erfolgen.

Der ÖBV verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • a) die Pflege und Erhaltung der österreichischen Blasmusikkultur, die Pflege der Blasmusik und Bläsermusik aller Stilrichtungen und Besetzungen, sowie die Förderung der internationalen Literatur sowohl für Blasorchester, Blaskapellen und Ensembles
  • b) die künstlerische und wirtschaftliche Förderung der Mitglieder
  • c) die Vertretung gemeinsamer Interessen aller dem ÖBV angehörenden Mitglieder
  • d) die Ehrung verdienter Persönlichkeiten, Funktionäre, Musikerinnen und Musiker
  • e) die Herstellung von Verbindungen mit ähnlichen ausländischen Einrichtungen.

Die seit vielen Jahren bestehenden engste Kontakte zwischen dem ÖBV und dem VSM und die bei vielen Anlässen erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit erfuhren mit dem am 23. Oktober 2002 auf Schloss Prösels im Sinne des europäischen Zusammenwachsens unterzeichneten Partnerschaftsvertrag eine zukunftsorientierte schriftliche Fixierung.
Die Partnerschaft dient der fachlichen Zusammenarbeit der Verbände, der Pflege und Erhaltung der Blasmusikkultur in den Verbänden, der künstlerischen und wenn möglich auch wirtschaftlichen Förderung der dazugehörenden Kapellen und Gruppen, auch der Wahrnehmung von Anliegen und Interessen junger Menschen, überhaupt der Wahrnehmung humanitärer Interessen der beteiligten Verbände. Zudem wird dem VSM die Möglichkeit eingeräumt, an den Beratungen der ÖBV-Organe mit Sitz und Stimme teilzunehmen sowie alle ÖBV-Einrichtungen wie die ordentlichen Mitglieder zu nutzen. Dabei wird jedoch die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der beiden Partner in keiner Weise angetastet.

 

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