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Bezirk Meran Über uns

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Der Bezirk Meran im Verband Südtiroler Musikkapellen umfasst das Gebiet des Burggrafenamtes von Nals bis Naturns. Dazu gehören die Kurstadt Meran, die Täler Ulten und Passeier, die Gemeinden Hafling und Vöran am Tschögglberg und jene des Deutschnonsbergs (insgesamt 26 Gemeinden). Derzeit zählen 36 Mitgliedskapellen zum Bezirk Meran.
Dieser wurde, parallel zu anderen VSM-Bezirken, 1949 aus der Taufe gehoben. Treibende Kraft war Heinrich Frasnelli, damals Bezirksvertreter im Landesverband. Er sollte dem 1949 gewählten, ersten Bezirksausschuss als Bezirkskapellmeister angehören, während Matthias Gamper zum Obmann gewählt wurde. Schon 1950 trat Anton Metz die Nachfolge von Gamper an und sollte sein Amt bis zum Ende der 70er Jahre ausüben. Unter seiner Führung wurden viele wichtige Weichen für eine erfolgreiche Tätigkeit im Bezirk gestellt und auch landesweit Akzente gesetzt. So waren Maßnahmen zur Erneuerung der Tracht im ganzen Land für das Erscheinungsbild der Musikanten von besonderer Bedeutung und ein wichtiger Beitrag zur Pflege der Tradition. Z.B. wurde im Herbst 1958 anlässlich des vierten Bezirksmusikfestes in Meran ein alpenländischer Trachtenwettbewerb veranstaltet. Und beim Meraner Traubenfest gaben die Burggräfler Musikanten alle Jahre im Herbst ein farbenfrohes Bild im Festumzug.
Schon 1951 konnte der Bezirk mit zwei Großveranstaltungen auf sich aufmerksam machen: So wurde in Lana das erste Bezirksmusikfest abgehalten, bei dem mehrere Kapellen ihr Können in einem öffentlichen Wettbewerb unter Beweis stellten. Auch das erste Landesmusikfest feierte 1951 in Meran seine Premiere. Dafür eignete sich die Kurstadt wegen ihrer Einrichtungen (Kurhaus, Kurpromenade usw.) in besonderer Weise und noch viele künftige Landesmusikfeste sollten in Meran ihre Heimat finden. Aus der Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung erwuchs außerdem die Tradition der Kurkonzerte auf der Promenade. Diese finden bis heute alljährlich statt und bieten von Frühjahr bis Herbst zahlreiche Konzerte mit verschiedensten Kapellen aus dem Bezirk. In der Zusammenarbeit zwischen den Musikkapellen entstand 1971 das erste Passeirer Musikkapellentreffen. Dieses erlebte seither viele Neuauflagen und ließ mit zahlreichen musikalischen wie kulturellen Höhepunkten aufhorchen.
1977 brach an der Spitze des Bezirksvorstandes eine neue Ära an. Sowohl der Bezirksobmann Anton Metz als auch der Bezirkskapellmeister Ludwig Gstrein legten ihr Amt nieder. Die Nachfolge von Metz trat Hermann Wenter an, während Hans Obkircher auf Gstrein folgte. Obwohl Obkircher sein Amt nur drei Jahre ausübte – bereits 1980 folgte ihm Josef Hanny als Bezirkskapellmeister nach, so blieb er dem Vorstand doch als musikalischer Beirat erhalten und konnte sich vor allem in der Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Institut für Musikerziehung und in der Kapellmeisterausbildung große Verdienste erwerben. So gelang es 1989 an der Musikschule Meran (die von Hans Obkircher geleitet wurde) einen bis heute bestehenden, zweijährigen Kapellmeisterlehrgang einzurichten. Damit konnte der Kapellmeisternachwuchs stark gefördert und das Niveau der Ausbildung entscheidend verbessert werden.
Nicht zuletzt unterstützte Josef Hanny dieses Vorhaben als Bezirkskapellmeister. In der Zusammenarbeit mit Obmann Hermann Wenter konnte er die Arbeit im Vorstand in vielfältiger Weise bereichern: z.B. in der Einführung von Bläsertagen für reifere Musikanten auf Landesebene, in der Gründung eines Bezirksjugendblasorchesters, in der Förderung von kleinen Bläsergruppen usw. Verdienste für das geordnete Marschieren und die Ausbildung der Stabführer erwarben sich vor allem Johann Schweitzer und Albert Klotzner als Bezirksstabführer.
In den letzten Jahren erfuhr die Jugendarbeit einen großen Aufschwung. Unter der Führung von Bezirkskapellmeister Markus Müller (seit 1998 im Amt) und Bezirksjugendleiter Micheal Matzoll (1998-2007) konnte die Zusammenarbeit mit den Musikschulen weiter ausgebaut und vielerorts die Gründung von Jugendkapellen angeregt werden. 2006 wurde diesen die Möglichkeit geboten, ihr Können im ersten Jugendkapellentreffen in Algund unter Beweis zu stellen. 2004 legte Hermann Wenter sein Amt nieder und seither lenkt Albert Klotzner als Obmann die Geschicke des Bezirkes. In Anerkennung der großen ehrenamtlichen Verdienste von Wenter wurde er 2005 zum Ehrenobmann des Bezirkes ernannt.
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